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Neues, spannendes, abwechslungsreiches, regelmäßiges und selbstständiges Lernen im Schulunterricht in Corona-Zeiten

 

Einen Regelbetrieb in den Schulen scheint es nach den Sommerferien nicht zu geben. Das stört nicht nur das Lehrpersonal. Kindern und Jugendlichen fällt das Lernen schwerer, wenn sie ab und zu arbeiten müssen und ab und zu nicht. Regelmäßigkeit ist beim Lernen sehr wichtig, damit gute Ergebnisse erzielt werden.

Dieses Schuljahr stehen sicherlich einige schlechte Noten in den Abschlusszeugnissen, weil die Jugendlichen den Spagat zwischen fast nichts tun und Prüfungen ablegen im Corona-Lockdown nur schwer selbst geschafft haben. Diese Jugendlichen verdienen Verständnis für ihre schlechten Zeugnisnoten. Der schönste Tag des Lebens, oder zumindest einer der schönsten Tage des Lebens, der Schulabschluss, wurde bei manchen zum enttäuschenden Desaster. Da kann man als Erwachsener nur hoffen, dass der Frust nicht im Alkohol ertränkt wird.

Kinder und Jugendliche brauchen Zuspruch, Zukunftsorientierung, klare Regelungen und vor allem Regelmäßigkeit und einen erkennbaren Horizont, was von ihnen erwartet wird. Selbstverständlich brauchen sie auch Kontakt zu Gleichaltrigen und sie können nicht wochenlang zuhause auf dem Sofa herumlungern. Das widerspricht den Schutzmaßnahmen, die man in Corona-Zeiten einhalten sollte.

Die Erwachsenen sollten sich mehr Mühe geben, für Kinder und Jugendliche erträgliche, spannende, abwechslungsreiche und lehrreiche Zeiten zu gestalten. Jetzt wäre der Moment, für das kommende Schuljahr neue Lehrpläne und neue Unterrichtsformen zu projektieren. Man kann die Zukunft von Schülerinnen und Schülern nicht einem Virus überlassen.

Unterrichtseinheiten sind auch in kleinerem Umfang planbar. Unterrichtsmaterialien können informativ und abwechslungsreich für das Selbststudium gestaltet werden. Die Lernformen von Fernstudien für Erwachsene können als exemplarische Vorbilder genommen werden. Was Erwachsene können, können Kinder und Jugendliche auch: Gezielt lernen, selbstständig lernen, sich des eigenen Wissensstands gewiss sein und sich dessen immer wieder vergewissern, am Ball bleiben, Ziele anstreben, sich selbst motivieren etc. Das können schon kleine Kinder lernen. Lernen kann und muss man lernen.

Die Lernprozesse müssen sich in Corona-Zeiten ändern. Das ist kein Nachteil. Es ist einfach eine andere Form des Lernens, vielleicht eine erwachsenere Form des Lernens. Das Spielerische tritt in den Hintergrund. Die Eigenverantwortung, die Selbstreflexion, die selbst gesteuerte Kompetenz und die Selbstkontrolle gewinnen an Bedeutung. Doch dies sind Elemente jedes Lernens schon bei Kleinkindern. Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen. Das gilt für alle Schulformen von der Grundschule über die Mittelschule bis zum Gymnasium. Es ist kein elitäres Prinzip. Entdecke Dich selbst. Entdecke Deine eigenen Fähigkeiten. Entdecke, was Du kannst und was Du willst und wie Du dorthin kommst, wohin Du willst.

Exemplarischer Beispiel-Witz in Corona-Zeiten (Verfasserin: Elke Göß) Sagt ein Lehrer zum anderen: "Ich bin im Urlaub und nicht erreichbar." Fragt der andere Lehrer: "Wo bist Du denn?" "Im Garten meines Nachbarn."

Nun also auf, Ihr Lehrerinnen und Lehrer. So viel Sommerferien braucht Ihr nicht. Ihr seht die Schülerinnen und Schüler in Corona-Zeiten ja weniger. Andere kommen mit sechs Wochen Urlaub im Jahr aus. Ihr habe schon allein sechs Wochen Sommerferien. Tut etwas für Euere Passion, unterrichten zu dürfen und zu können. Macht Pläne für das Schuljahr 2020/2021: JETZT.

 

Elke Göß

 

28. Juli 2020

 

 

Sommerurlaubsreise 2020 in Corona-Zeiten

 

Das Robert-Koch-Institut meldete gestern in seiner Pressekonferenz einen besorgniserregenden Anstieg von Corona-Infektionen in Deutschland. Wochenlang lagen die Infektionen deutschlandweit unter 500 Erkrankten täglich, nun liegen sie seit mehreren Tagen deutlich darüber. Die meisten stecken sich immer noch in Deutschland an und sind keine Urlaubsrückkehrenden.

Dennoch ist schon seit Tagen eine nervöse Spannung bei einigen Politikern und Politikerinnen zu bemerken. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder gab bekannt, dass man sich inzwischen nicht nur auf dem Flughafen in München bei der Wiedereinreise nach Deutschland testen lassen kann, sondern auch an drei Stationen an den Autobahnen, die aus dem Süden Urlaubsreisende bei der Einreise passieren. Derzeit sind die Tests noch freiwillig. Dennoch gibt es immer wieder Stimmen, die von verpflichtenden Testungen ausgehen. Nordspanien beispielsweise ist innerhalb weniger Tage zum Risikogebiet erklärt worden. Das sieht auch das Außenministerium so.

Fährt man heute in den Urlaub, weiss man nicht, ob man bei der Rückreise einen Pflichttest machen muss und ob man 190 Euro pro Person selbst zahlen muss. Das wären bei einer dreiköpfigen Familie 570 Euro. Wenn der Test auch nur einer einzigen Person positiv ist, muss die ganze Familie in Quarantäne. Ob man dann noch mit dem eigenen Auto nach Hause reisen darf, ist ebenfalls fraglich. Auch Österreich, das immer schärfere Bestimmungen hatte wie Deutschland, könnte erneut den Transferverkehr aus dem Süden blockieren und die Grenzen dicht machen. Plant man eine vierwöchige Reise ist es sehr ungewiss, ob man unter den gleichen Bedingungen zurückfahren kann wie bei der Hinfahrt.

Man sollte beachten, dass die Kinder und Jugendlichen eventuell ebenfalls in eine 14-tägige Quarantäne müssen und dann vielleicht den verpflichtenden Schulanfang wegen Krankmeldung versäumen. Vielleicht ist es besser, zwei Wochen vor Schulbeginn wieder zuhause zu sein.

Derzeit gelten einige osteuropäische Länder und die Balkanländer als gefährlicher wie Deutschland. Auf der Seite „Reisehinweise“ des Auswärtigen Amtes, allgemein als Außenministerium bekannt, kann man die Hinweise des deutschen Staates zu Urlaubsreisen lesen. In jedem Fall empfiehlt es sich, Proviant und Getränke für die Reise selbst mitzunehmen und nur für die Toilettengänge die Raststätten zu nutzen.

Das Robert-Koch-Institut sagte gestern, man solle sich im Urlaub genauso verhalten wie in Deutschland und die hier üblichen Vorsichtsmaßnahmen einhalten: 1,5 Meter Abstand, Mund-Nasen-Schutz und häufiges Händewaschen. Für die Fahrt also Desinfektionstücher zum Reinigen der Hände mitnehmen. Wahrscheinlich ist es das Beste, für jeden Urlaubstag einen neuen Mund-Nasen-Schutz aus Deutschland einzupacken.

Reisen in Corona-Zeiten ist keinesfalls so unbeschwert wie früher, Das ist schade. Sich zu schützen ist es allemal wert. Das Virus macht keinen Urlaub, nicht in Deutschland und nicht am Meer in Kroatien. Wenn man im Urlaub erkrankt, drohen einem 14 Tage Quarantäne im Urlaubsland bzw. im Urlaubshotel. Das darf man dann auch noch zahlen und eventuell muss man mit der Heimreise bis zum Ende der Quarantäne warten.

Es gibt viel zu bedenken, wenn man in Corona-Zeiten verreisen will. Urlaub zuhause kann auch sehr schön sein. Man kann von den Urlaubserlebnissen der vergangenen Jahre träumen. Alle anderen, die dennoch verreisen, kommen hoffentlich gesund wieder nach Hause.

 

Elke Göß

 

29. Juli 2020